Bio Einstieg für Großküchen
5. Flexibler Einkauf und Speiseplan
Stellt man den Wareneinkauf auf Öko-Produkte um, ohne den Speiseplan
zu verändern ergeben sich beim Materialeinkauf Mehrkosten in einer Größenordnung
von ca. 50 %. Daher sind Ideen gefragt, um die Kosten je ausgegebenes Essen
in Grenzen zu halten sind.
- Öko-Aufschlag: Die Öko-Qualität verdient ihren
Preis. Bei pflanzlichen Produkten liegt der Mehrpreis durchschnittlich
zwischen 30 und 50 Prozent, für tierische Erzeugnisse zwischen 50
und 70 Prozent. Edelteile können sogar doppelt so teuer im Einkauf
sein. Bei vegetarischen Gerichten fällt der Öko-Aufschlag also
deutlich weniger ins Gewicht. Weitere Informationen zu den Preisunterschieden
finden Sie bei
oekolandbau.de.
- Günstige Handelsbedingungen: Der Preis für Öko-Produkte
ist jedoch von verschiedenen Faktoren abhängig, wie Partiegröße,
Anzahl der Zwischenhandelsstufen, Saisonpreise u. a. Für den Einstieg
ist es sinnvoll, alle Produkte aus einer Hand zu beziehen. Allerdings
kann ein direkter Bezug vom Erzeuger ggf. mit vertraglich vereinbarten
Abnahmemengen spürbare Preisvorteile bieten.
-
Änderung im Speisenplan: Da bei Fleisch die Preisunterschiede
am größten sind, fallen die Mehrkosten bei vegetarischen Gerichten
geringer aus. Daher und auch aus gesundheitlichen Aspekten werden sicherlich
mehr vegetarische Gericht angeboten werden.
- Kurzfristige Entscheidungen: Günstige Angebote sind
bei Gemüse
innerhalb der jeweiligen Saison üblich, aber auch bei Fleisch kann
es spezielle Angebote in der Region geben. Die Speiseplangestaltung ist
so flexibel zu organisieren, dass solche Angebote wahrgenommen werden
können.
Literaturempfehlung
Ansprechpartner: Sonja Grundnig, Bioland e.V., +49(0)821-346 80-174,
Fax: +49(0)821-346 80-120